Das
Kapitel der Welt - Loka

Nichts Niedrigem sei
zugetan,
Leb’ nicht in Lässigkeit
dahin,
Sei keiner bösen Ansicht
hold,
Und häufe nicht das Dasein
an.

Man raff’ sich auf, sei
niemals schlaff
Und wandle recht nach dem
Gesetz.
Denn wer’s Gesetz erfüllt
lebt glücklich
In dieser und der nächsten
Welt.

Als ob er bloße Schaumblasen
Und bloße Spiegelbilder säh’:
Wer so die ganze Welt
anschaut,
Entgeht des Todesfürsten
Blick.

Kommt und betrachtet diese
Welt,
Die wie ein Königswagen
strahlt,
Woran bloß Toren sich
erfreu’n,
Doch keine hängt, der klar
erkennt.

Wer lässig hat gelebt zuvor,
Doch später nicht mehr
lässig lebt,
Der Leuchtet über diese Welt
Wie der von Wolken freie
Mond.

In wem verübte böse Tat
Von Gutem überwuchert wird,
Der leuchtet über diese Welt
Wie der von Wolken freie
Mond.

In Blindheit lebt die Welt
dahin,
Klar sehen da nur wenige.
Und wen’ge nur zieh’n
himmelwärts,
Wie Vögel aus dem Netz
befreit.

Der Schwan durchzieht die
Sonnenbahn,
Auch durch Magie kreuzt man
den Raum,
Der Welt entrinnt der weise
Mann,
Der Mahr besiegt mit seiner
Schar.

Der Lügner, der das eine
Ding
(Die Wahrheit) unbeachtet
lässt,
Verloren für die nächste
Welt,
Zu allem Bösen fähig ist.

Nicht steigen je die
Geiz’gen auf zur Götterwelt;
Nicht preisen solche Toren
milde Gabe.
Der Weise aber, den das
Geben froh macht,
Lebt dadurch Glücklich in
der nächsten Welt.

Besser als Alleinherrschaft
auf Erden,
Besser als Geburt in einem
Götterreich,
Besser als die Herrschaft
über alle Welt
Ist fürwahr das Ziel des
Eintritts in den Strom.
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