Dhammapada

Das Kapitel der Welt - Loka

 

 

Nichts Niedrigem sei zugetan,

Leb’ nicht in Lässigkeit dahin,

Sei keiner bösen Ansicht hold,

Und häufe nicht das Dasein an.

 

 

Man raff’ sich auf, sei niemals schlaff

Und wandle recht nach dem Gesetz.

Denn wer’s Gesetz erfüllt lebt glücklich

In dieser und der nächsten Welt.

 

 

Als ob er bloße Schaumblasen

Und bloße Spiegelbilder säh’:

Wer so die ganze Welt anschaut,

Entgeht des Todesfürsten Blick.

 

 

 

Kommt und betrachtet diese Welt,

Die wie ein Königswagen strahlt,

Woran bloß Toren sich erfreu’n,

Doch keine hängt, der klar erkennt.

 

 

 

Wer lässig hat gelebt zuvor,

Doch später nicht mehr lässig lebt,

Der Leuchtet über diese Welt

Wie der von Wolken freie Mond.

 

 

 

In wem verübte böse Tat

Von Gutem überwuchert wird,

Der leuchtet über diese Welt

Wie der von Wolken freie Mond.

 

 

 

In Blindheit lebt die Welt dahin,

Klar sehen da nur wenige.

Und wen’ge nur zieh’n himmelwärts,

Wie Vögel aus dem Netz befreit.

 

 

 

Der Schwan durchzieht die Sonnenbahn,

Auch durch Magie kreuzt man den Raum,

Der Welt entrinnt der weise Mann,

Der Mahr besiegt mit seiner Schar.

 

 

 

Der Lügner, der das eine Ding

(Die Wahrheit) unbeachtet lässt,

Verloren für die nächste Welt,

Zu allem Bösen fähig ist.

 

 

 

Nicht steigen je die Geiz’gen auf zur Götterwelt;

Nicht preisen solche Toren milde Gabe.

Der Weise aber, den das Geben froh macht,

Lebt dadurch Glücklich in der nächsten Welt.

 

 

 

Besser als Alleinherrschaft auf Erden,

Besser als Geburt in einem Götterreich,

Besser als die Herrschaft über alle Welt

Ist fürwahr das Ziel des Eintritts in den Strom.

 

 

 

 

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