Dhammapada

Das Vielerlei Kapitel - Pakinnaka

 

 

Wenn durch Verzicht auf kleines Glück

Er ein erhab’nes Glück gewahrt,

Geb’s kleine Glück der Weise auf

Im Anblick solch erhab’nen Glücks.
 

 

 

 

Wer da nach eig’nem Glücke strebt

Und dadurch andern Leid zeugt,

Wird, in Gehässigkeit verstrickt,

Vom Hasse nimmermehr befreit.

 

 

 

Das, was zu tun ist, meiden sie;

Tun aber das, was sich nicht ziemt.

In solchen Dreisten, Lässigen,

Das wachsen alle Triebe an.

 

 

Die allzeit emsig üben aus

Betrachtung alles Leiblichen,

Die meiden das zu Meidende

Und tun beharrlich ihre Pflicht.

Die achtsam sind und klarbewußt,

In denen schwindet jeder Trieb.

 

 

Hat Vater, Mutter er erschlagen,

Dazu zwei Adelskönige,

Samt dem Gefolge und dem Volk,

Zieht leidlos hin der Heilige.

 

 

 

Hat Vater, Mutter er erschlagen,

Dazu zwei Priesterkönige,

Den Tiger als das fünfte Hemmnis,

Zieht leidlos hin der Heilige.

 

 

 



In voller Wachheit wachen sie

Allzeit die Jünger Gotamas,

Bei denen Tag und Nacht der Geist

Beständig an den Buddha denkt.

 

 



In voller Wachheit wachen sie

Allzeit die Jünger Gotamas,

Bei denen Tag und Nacht der Geist

Beständig an die Lehre denkt.

 

 



In voller Wachheit wachen sie

Allzeit die Jünger Gotamas,

Bei denen Tag und Nacht der Geist

Beständig an den Orden denkt.

 

 



In voller Wachheit wachen sie

Allzeit die Jünger Gotamas,

Bei denen Tag und Nacht der Geist

Beständig an den Körper denkt.

 

 

In voller Wachheit wachen sie

Allzeit die Jünger Gotamas,

Bei denen Tag und Nacht der Geist

An Milde seine Freude hat.

 

 



In voller Wachheit wachen sie

Allzeit die Jünger Gotamas,

Bei denen Tag und Nacht der Geist

An Geistentfaltung Freude hat.

 

 

Gar schwer ist’s hausloser zu sein,

Gar schwer sich daran zu erfreu’n;

Gar schwer ist’s Leben in dem Haus,

Das Hausleben ist voller Leid.

Mit gleichen leben leidvoll ist,

Auch Leid den Wanderer verfolgt.

Mach’ drum ein Ende allem Wandern

Und wird’ nicht mehr verfolgt vom Leid!

 

 

Wer voll Vertrau’n und Sittlichkeit,

Mit Ruhm und Reichtum ist verseh’n,

Der wird, wohin er immer geht,

An allen Orten hoch geehrt.

 

 

 

Gestillte leuchten schon von ferne,

Dem ew’gen Schneegebirge gleich;

Doch ungestillte sieht man nicht,

Wie Pfeile in der Nacht entsandt.

 

 

 





Einsam sitzen, einsam liegen,

Einsam wandernd, unermüdlich,

Einsam selber sich bezähmend,

Weil’ man froh im wilden Walde.

 

 

Zurück zur Kapitelauswahl >>

Wat Sibounheuang © 2008 | IMPRINT