Dhammapada

Das Kapitel der Heiligen - Arahata

 

 

Wer da ein Pfadvollender ist,

Von Sorge frei, allseits erlöst,

Der aller Banden ledig ist,

Für den besteht kein Fiebern mehr.

 

 

Die Achtsamen zieh’n ihres Wegs,

Nicht Haus noch Haften macht sie froh.

Gleichwie der Schwan den Sumpf verläßt,

So lassen Haus und Haften sie.

 

 

Für die’s kein Anhäufen mehr gibt,

Die alle Nahrung klar durchschaut,

In der Erlösung sich ergeh’n,

Der Leehrheit, Merkmallosigkeit:

Ihr Weg schwerlich zu finden ist

Wie der der Vögel in der Luft.

 



In wem die Triebe sind versiegt,

Wer nicht auf Nahrung mehr sich stützt,

In der Erlösung sich ergeht,

Der Leerheit, Merkmallosigkeit:

Schwer dessen Spur zu finden ist

Wie die der Vögel in der Luft.

 



In wem da alle Sinne sind gestillet,

Wie die vom Lenker wohlgezähmten Rosse,

Und der von Dünkel und den Trieben frei ist,

Solch Unentwegten Götter selbst beneiden.

 

 

 

Der Erde gleich, wer nie sich widersetzt,

Der Indrasäule gleich fest in der Pflicht,

Wie tiefer Seen von allem Schlamm befreit:

Für einen solchen gibt’s kein Wandern mehr.

 

 

 



Gar friedvoll ist des Menschen Geist,

Gar friedvoll seine Red’ und Tat,

Der recht erlöst im Wissen ist,

Und der gestillt ist, unentwegt.

 

 

Sei es ein Dorf, sei es ein Wald,

Sei’s Anhöhe, sei’s Niederung,

Wo immer Heilige verweilen,

Entzückend ist ein solcher Ort.

 

 

 

Wer ohne Glauben ist, das Unerschaff’ne kennt,

Der Mann, der die Verbindung hat durchbrochen,

Zerstört den Fortschritt, das Verlangen ausgespieen,

Der wahrlich ist der Beste unter Menschen.

 

 

 

Entzückend wahrlich sind die Wälder,

Wo sich die Menge nicht ergötzt;

Nur Gierentgang’ne freu’n sich dort,

Nicht, wer die Sinnesfreuden sucht.

 

 

 

Zurück zur Kapitelauswahl >>

Wat Sibounheuang © 2008 | IMPRINT