Das
Kapitel der Heiligen -
Arahata

Wer da ein Pfadvollender
ist,
Von Sorge frei, allseits
erlöst,
Der aller Banden ledig ist,
Für den besteht kein Fiebern
mehr.

Die Achtsamen zieh’n ihres
Wegs,
Nicht Haus noch Haften macht
sie froh.
Gleichwie der Schwan den
Sumpf verläßt,
So lassen Haus und Haften
sie.

Für die’s kein Anhäufen mehr
gibt,
Die alle Nahrung klar
durchschaut,
In der Erlösung sich ergeh’n,
Der Leehrheit,
Merkmallosigkeit:
Ihr Weg schwerlich zu finden
ist
Wie der der Vögel in der
Luft.
In wem die Triebe sind
versiegt,
Wer nicht auf Nahrung mehr
sich stützt,
In der Erlösung sich ergeht,
Der Leerheit,
Merkmallosigkeit:
Schwer dessen Spur zu finden
ist
Wie die der Vögel in der
Luft.

In wem da alle Sinne sind
gestillet,
Wie die vom Lenker
wohlgezähmten Rosse,
Und der von Dünkel und den
Trieben frei ist,
Solch Unentwegten Götter
selbst beneiden.

Der Erde gleich, wer nie
sich widersetzt,
Der Indrasäule gleich fest
in der Pflicht,
Wie tiefer Seen von allem
Schlamm befreit:
Für einen solchen gibt’s
kein Wandern mehr.

Gar friedvoll ist des
Menschen Geist,
Gar friedvoll seine Red’ und
Tat,
Der recht erlöst im Wissen
ist,
Und der gestillt ist,
unentwegt.

Sei es ein Dorf, sei es ein
Wald,
Sei’s Anhöhe, sei’s
Niederung,
Wo immer Heilige verweilen,
Entzückend ist ein solcher
Ort.

Wer ohne Glauben ist, das
Unerschaff’ne kennt,
Der Mann, der die Verbindung
hat durchbrochen,
Zerstört den Fortschritt,
das Verlangen ausgespieen,
Der wahrlich ist der Beste
unter Menschen.

Entzückend wahrlich sind die
Wälder,
Wo sich die Menge nicht
ergötzt;
Nur Gierentgang’ne freu’n
sich dort,
Nicht, wer die Sinnesfreuden
sucht.
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