Dhammapada

Das Kapitel über das Glück - Sukha

 

 

Gar glücklich wahrlich leben wir

Von Haß frei unter Haßlosen;

Ja, unter hassenden Menschen

Verweilen wir vom Haß befreit.

 

 

Gar glücklich wahrlich leben wir

Vom Leid frei unter Leidenden;

Ja, unter leidenden Menschen

Verweilen wir vom Siechtum frei.

 

 

 

Gar glücklich wahrlich leben wir

Von Gier frei unter Gierigen;

Ja, unter gierigen Menschen

Verweilen wir von Gier befreit..

 

 



Gar glücklich wahrlich leben wir,

Wir, denen nichts mehr angehört,

An Wonnen zehren werden wir

Den strahlenreichen Göttern gleich.

 

 

 

Der Sieger zeuget Feindschaft sich,

Und der Besiegte leidvoll lebt.

Doch glücklicher der Gestillte lebt,

Dem Siegen und Besiegtsein fern.

 

 

 

Kein Feuer brennt so wie die Gier,

Kein Übel zehrt so wie der Haß,

Kein Leid den Daseinsgruppen gleicht,

Kein höh’res Glück gibt’s als die Ruh’.

 

 

 

Der Hunger ist das ärgste Weh,

Die Daseinsformen schlimmstes Leid:

Dem, der das wirklich hat erkannt,

Wird Nirwahn, höchstes Glück, zuteil.

 

 

 

Gesundheit höchster Reichtum ist,

Zufriedenheit der schönste Schatz,

Die Zuversicht der beste Freund,

Das Nirwahn allerhöchstes Glück.

 

 

 

Wer den Genuß der Einsamkeit,

Des Friedens, je gekostet hat,

Ist unbedrängt, vom Bösen frei.

Genießt der Warheitswonne Glück.

 

 

 

Gut ist’s die Edlen zu seh’n,

Mit ihnen weilen stets ein Glück;

Und wenn man keinen Toren trifft,

So mag man allzeit glücklich sein.

 

 

 

Ja, wer mit Toren Umgang pflegt,

Der klaget lange, lange zeit;

Mit Toren weilen bringt stets Leid,

Als ob man weilte mit dem feind;

Mit Weisen weilen wohl gewährt

Wie mit Verwandten der Verkehr.

 

 

Drum, wer da einsichtsvoll ist, weise, wissensreich,

Kampffähig, pflichttreu und ein edler Jünger,

Solch einen guten, einsichtsvollen Menschen,

Der folge man gleich wie der Mond der Sternenbahn.

 

 

 

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