Dhammapada

Das Kapitel des Denkens und des Geistes - Citta

 

Den Geist, den ruhlos-rastlosen,

Zu hüten und zu hemmen schwer,

Den schlichtet schnell der weise Mann,

Gleichwie der Bogner seinen Pfeil.

 

 

Wie ein ans Land geworf’ner Fisch,

Entrissen seinem Wasserheim,

So zappelt unstet dieser Geist

Um zu entgehen Mahrs Bereich.

 

 

Gut ist’s, zu zähmen diesen Geist,

Den flücht’gen, schwer zu zügelnden,

Der hindrängt, wo es ihm beliebt;

Behütet führt der Geist zum Glück.

 

 

 

Es hüt’ der Weise diesen Geist,

Der schwer erkennbar und subtil,

Der hindrängt, wo es ihm beliebt;

Behütet führt der Geist zum Glück.

 

 

 

Der ferne schweift, alleine zieht,

Unkörperlich im Herzen haust:

Wer diesen Geist bezwingen kann,

Der wird von Mahrens Fessel frei.

 

Wer ungefestigt ist im Geist.

Die gute Lehre nicht erkennt,

Ein schwankendes Vertrauen hat,

In dem wächst nie das Wissen an.

 

 

 

Wer unverdorben ist im Geist,

Nicht mehr im Geiste wird bedrückt

Und Gut und Böse fahren ließ,

Solche Wacher kennt Gefahr nicht mehr.

 

 

Den leib wie einen irdnen Krug betrachtend

Und festigend den Geist wie eine Festungsstadt,

Besieg’ den Mahr mit deiner Wissenswaffe,

Hüt’ das Erkämpfte, und sei frei von Haften!

 

Ach, gar bald wird dieser Körper

Hingestreckt am Boden liegen,

Weggeworfen, ohn’ Bewusstsein,

Wie ein unbrauchbarer Holzklotz.

 

 

 

Was Feind dem Feind auch antun mag,

Ein Hasser einem anderen:

Der Geist, der schlecht gerichtet ist,

Fügt noch viel Übleres ihm zu.

 

 

 



Was immer Eltern einem tun

Und andere Verwandte auch:

Der Geist, der gut gerichtet ist,

Fügt einem noch viel Bess’res zu.

 

 

 

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