Das
Kapitel des Denkens und des
Geistes - Citta

Den Geist, den
ruhlos-rastlosen,
Zu hüten und zu hemmen
schwer,
Den schlichtet schnell der
weise Mann,
Gleichwie der Bogner seinen
Pfeil.

Wie ein ans Land geworf’ner
Fisch,
Entrissen seinem Wasserheim,
So zappelt unstet dieser
Geist
Um zu entgehen Mahrs
Bereich.

Gut ist’s, zu zähmen diesen
Geist,
Den flücht’gen, schwer zu
zügelnden,
Der hindrängt, wo es ihm
beliebt;
Behütet führt der Geist zum
Glück.

Es hüt’ der Weise diesen
Geist,
Der schwer erkennbar und
subtil,
Der hindrängt, wo es ihm
beliebt;
Behütet führt der Geist zum
Glück.

Der ferne schweift, alleine
zieht,
Unkörperlich im Herzen
haust:
Wer diesen Geist bezwingen
kann,
Der wird von Mahrens Fessel
frei.

Wer ungefestigt ist im
Geist.
Die gute Lehre nicht
erkennt,
Ein schwankendes Vertrauen
hat,
In dem wächst nie das Wissen
an.

Wer unverdorben ist im
Geist,
Nicht mehr im Geiste wird
bedrückt
Und Gut und Böse fahren
ließ,
Solche Wacher kennt Gefahr
nicht mehr.

Den leib wie einen irdnen
Krug betrachtend
Und festigend den Geist wie
eine Festungsstadt,
Besieg’ den Mahr mit deiner
Wissenswaffe,
Hüt’ das Erkämpfte, und sei
frei von Haften!

Ach, gar bald wird dieser
Körper
Hingestreckt am Boden
liegen,
Weggeworfen, ohn’
Bewusstsein,
Wie ein unbrauchbarer
Holzklotz.

Was Feind dem Feind auch
antun mag,
Ein Hasser einem anderen:
Der Geist, der schlecht
gerichtet ist,
Fügt noch viel Übleres ihm
zu.

Was immer Eltern einem tun
Und andere Verwandte auch:
Der Geist, der gut gerichtet
ist,
Fügt einem noch viel
Bess’res zu.
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