Dhammapada

Das Buddha Kapitel - Buddha

 

 

Den, dessen Sieg nicht mehr zunichte wird,

Dem nichts mehr in der Welt ankommen kann,

Den Buddha, unbeschränkt und merkmallos,

An welchem Merkmal wollt ihr den erkennen?

 

 

 

Ihn, von der netzartig-haftenden Gier befreit,

Die irgendwo zum dasein führen könnte,

Den Buddha, unbeschränkt und merkmallos,

An welchem Merkmal wollt ihr den erkennen?

 

 

Die Weisen, der Vertiefung hold,

Erfreut am Frieden der Entsagung,

Die Buddhas, achtsamkeit-erfüllt,

Beneiden selbst die Götter all.

 

 

 

 Schwer erreicht man Menschendasein,

Schwer der Sterbliche hier lebet,

Schwer hört man die gute Lehre,

Schwer kommt’s zur Geburt von Buddhas.


 

 

 

Von allem Bösen abzusteh’n

Das Gute zu vermehren stets,

Zu läutern seinen eignen Geist:

Das ist des Buddhas Lehrgebot.

 

 

 

Duldsamkeit und Nachsicht höchste Buße sind.

Als höchstes Ziel die Buddhas Nirwahn weisen.

Kein Hausloser ist der, der andre schlägt,

Kein Mönch, wer anderen Verletzungen zufügt.

 

 


Nicht schimpfen, auch verletzen nicht,

Sich zügeln in der Ordenszucht,

Beim mahle halten rechtes Maß,

An abgeleg’ner Stätte wohnen,

Sich müh’n um hohe Geisteszucht:

Das ist der Buddhas Lehrgebot.

 

 

Selbst nicht, wenn Gold es regnete,

Legt sich der Durst nach Sinnlichkeit.

“Gar fad” ist Sinnlichkeit, voll Leid’:

Wenn solches weise er erkennt.

 

 

 

Nach Himmelsfreuden nicht einmal

Der weise Mann Verlangen fühlt.

Die Gierversiegung nur beglückt

Den Jünger des Erleuchteten.

 

 

 

Vieles nimmt der Mensch zur Zuflucht,

Wenn er von Gefahr bedroht ist,

Berge, Wälder sowie Haine,

Heil’ge Bäume, Opferschreine.

 

 

 

Doch das gibt keine Sicherheit,

Das ist die höchste Zuflucht nicht;

Und nicht durch solche Zuflucht wird

Von allem Leiden man befreit.

 

 

 

Wenn man zum Buddha Zuflucht nimmt,

Zur Lehre und zur Jüngerschaft,

Und die vier edlen Wahrheiten

Mit rechtem Wissen klar erschaut.

 

 

 

- Das Leiden und den Leidensgrund,

Des Leidens völl’gen Untergang,

Den edlen achtgeteilten Pfad

Der zu des Leidens Ende führt -:

 

 

 

Solch’ Zuflucht bietet Sicherheit,

Und das die höchste Zuflucht ist,

Den bloß durch solche Zuflucht wird

Von allem Leiden man befreit.

 

 

 

Gar selten ist ein edler Mensch,

Nicht überall wird er gebor’n.

Doch wo solch Weiser kommt zur Welt,

Gereicht er diesem haus zum Glück.

 

 



Ein Glück ist Buddhas Welteintritt,

Ein Glück die Lehrverkündigung,

Ein Glück des Ordens Einigkeit

Und Eifer der Verbundenen.

 

 

 

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