Dhammapada

Das Kapitel des Üblen und Bösen - Papa

 

 

Mit Eile tu das Gute man,

Vom Bösen halt’ den Geist man fern.

Wer’s Gute nämlich zögernd tut,

Dess’ Geist am Bösen sich erfreut.

 

 

Hat etwas Böses man getan,

Soll man’s nicht immer wieder tun,

Und keine Lust danach verspür’n,

Denn Übles häufen bringet Leid.

 

 

Hat Gutes auch der Mensch verübt,

So sollt er’s immer wieder tun

Und sollte Lust danach verspür’n,

Den Gutes häufen bringet Glück.

 

 

 

Selbst der Böse erlebt Gutes,

Solang’ das Böse noch nicht reift;

Sobald das Böse aber reift,

Der Böse Böses dann erlebt.

 

 

 

Selbst der Gute erlebt Böses,

Solang’ das Gute noch nicht reift;

Sobald das Gute aber reift,

Der Gute Gutes dann erlebt.

 

 

 

Man unterschätz’ das Böse nicht:

„Es kommt ja nicht zu mir zurück!“

Wenn tropfenweise Wasser fällt,

Füllt sich zuletzt der Wasserkrug,

Und wenn er’s Böse langsam häuft,

Füllt ganz mit Bösem sich der Tor.

 

 

 

Man unterschätz’ das Gute nicht:

„Es kommt ja nicht zu mir zurück!“

Wenn tropfenweise Wasser fällt,

Füllt sich zuletzt der Wasserkrug,

Und wenn er’s Gute langsam häuft,

Der Weise sich mit Gutem füllt.

 



Ein reicher Kaufherr, schlecht beschützt,

Scheut Wege die gefahrvoll sind.

Und der, der’s Leben liebt, das Gift vermeidet:

So hält vom Bösen man sich fern.

 

 

 

Hat keine Wunde man daran,

Kann Gift man nehmen mit der Hand:

Denn, unverwundet, Gift nicht wirkt.

Den trifft kein Leid, der’s Böse scheut.

 

 

 

Wer sich an sündenlosem Mann versündigt,

An einem lautern, unbefleckten Wesen,

Auf solche Toren fällt zurück das Böse,

Wie feiner Staub, den man gen Wind geworfen.

 

 

 



Im Mutterschoß kehrt mancher wieder,

Im Höllenreich, wer Übles tat.

Zum Himmel steigt, wer tugendhaft,

Der Triebversiegte ganz erlischt.

 

 

Nicht in den Lüften, nicht in Meeresmitte,

Nicht in den Bergesklüften sich versteckend,

Nicht findet sich ein Ort auf dieser Erde,

Wo weilend man der bösen Tat entginge.

 

 

 

Nicht in den Lüften, nicht in Meeresmitte,

Nicht in den Bergesklüften sich versteckend,

Nicht findet sich ein Ort auf dieser Erde,

Wo weilend einen nicht der Tod bezwänge.

 

 

 

 

Zurück zur Kapitelauswahl >>

Wat Sibounheuang © 2008 | IMPRINT