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Ayya Agganyani

Ich bin 1954 in München geboren - aber nach meinem Ordensalter bin ich noch ein Kind, denn meine pabbajja war erst Anfang 2003, und dies in Sagaing, Myanmar (Burma).

Den Buddhismus habe ich 1977 in Nepal kennen gelernt, was mein damaliges naturwissenschaftlich geprägtes Weltbild tief erschütterte, mir einen Kulturschock bei der Rückkehr in die Heimat bescherte, und mich die spirituelle Sinn-Suche aus der Kindheit wieder aufnehmen ließ. Seit 1984 bin ich praktizierende Buddhistin und habe mich intensiv in allen Traditionen umgeschaut, bis ich mich 1992 endgültig für den Theravada entschied.

Meine wichtigsten Theravada-Lehrer waren bzw. sind:
Ayya Khema, Sri Lanka und Deutschland; Fred von Allmen, Schweiz; Ven. Prajnajyoti Mahathero, Bangladesh; U Tun Yi und Pakokku-Sayadaw, Taungpulu-Tradition, Myanmar; Sayadaws U Lakkhana und U Janaka, Mahasi-Tradition, Myanmar; Aung San Sayadaw, Mogok-Tradition, Myanmar; Sayadaw Dr. Nandamalabhivamsa, Myanmar

1994 und 1995/96 war ich schon jeweils für ein paar Wochen Nonne auf Zeit in Myanmar und Bangladesh gewesen. 1998/99 absolvierte ich ein Buddha-Dhamma-Diplom-Studium an der International Theravada Buddhist Missionary University in Yangon, Myanmar, wo ich vor allem den Abhidhamma lieben und schätzen lernte, meinen heutigen Lehrer fand und endgültig den Nonnenweg einschlug. Es gab aber in Deutschland noch einiges zu klären und für die Geschäftsstelle der Deutschen Buddhistischen Union (deren Geschäftsführerin ich war - insgesamt 10 Jahre) mussten Nachfolger gesucht und eingearbeitet werden. Deshalb lebte ich zwei Jahre ohne förmliche Robe als "heimliche Nonne", bis ich Anfang 2002 in Myanmar wieder offiziell die Nonnen-Ordination nahm. Es war immer nur die in Myanmar übliche und einzig mögliche Nonnen-Ordination zur Silashin mit 8 oder 10 Regeln, die keine echte Ordination nach dem Vinaya ist und womit man nicht zum Sangha gehört. Aber Anfang 2003 bekam ich die unerwartete Chance, die Samaneri-Ordination von meinem Lehrer in Myanmar zu erhalten, womit ich Grenzen und Tabus durchbrochen habe - ob noch mehr für mich drin ist (Bhikkhuni-Ordination) ist fraglich und eher unwahrscheinlich. Allerdings sehe ich es ehrlich auch als Problem, dass ich die einzige Samaneri dort bin, es aber nicht richtig leben kann, keine Vorbilder habe und kein richtiges Training bekommen kann.

Die Wintermonate lerne und praktiziere ich seit Jahren in meiner "Nekkhamma Sukha"-Kuti im Centre for Buddhist Studies des Mahasubodhayon-Klosters meines Lehrers in Sagaing, das mir zur spirituellen Heimat geworden ist. Mittlerweile assistiere ich meinem Lehrer bei seinen Abhidhamma-Kursen dort wie hier in Deutschland und Holland, wohin ich ihn die letzten Jahre im Sommer eingeladen und begleitet habe.

In Deutschland lebte ich die letzten Jahre vor allem im Buddhistischen Haus in Berlin-Frohnau, in der vietnamesischen Pagode Phat Hue in Frankfurt und jetzt seit Mai 2006 in Grafing bei München, dem Wohnort meiner pflegebedürftigen, alten Eltern, um ihnen helfen und beistehen zu können. Mein kleines "Mahacittasanti Vihara"-Apartment ist weniger für die Öffentlichkeit da als für den eigenen Rückzug, zu Meditation, Studium und als Basisstation für meine Dhammaduta-Aktivitäten. Auch mein Lehrer riet mir, mich jetzt um meine Eltern zu kümmern und gleichzeitig in Deutschland zu lehren und "etwas" aufzubauen. Aber dieser Spagat ist nicht einfach und verlangt derzeit einiges an Kompromissen - genauso wie der "große Spagat" als Brücke zwischen Asien und Europa, die mir aber so wichtig ist.

Ich bin der DBU weiterhin als gewähltes Ratsmitglied verbunden und engagiere mich vor allem in der Leitung der Theravada-Arbeitsgemeinschaft, in der DBU-(Lehrer)Fortbildung und in der Organisation und Vernetzung des deutschsprachigen Sangha Vinaya-Ordinierter. Meine Schwerpunkte in Theorie und Praxis sind Vipassana, Satipatthana und - für mich untrennbar verbunden - Abhidhamma.

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Die Einsichtspraxis in Burma

Gelebte Vipassanā-Praxis. Der Weg der Befreiung durch Einsicht

Wat Sibounheuang © 2008 | IMPRINT